Die Ahle Wurscht nimmt Form an

Die Ahle Wurscht nimmt Form an

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In unserem letzten Beitrag haben wir die Herstellung der Wurstmasse etwas genauer unter die Lupe genommen. In dem heutigen Artikel nimmt die Ahle Wurscht nun ihre Form an.

In der Fleischerei Mühlhausen verwenden wir grundsätzlich nur Naturdärme für unsere Ahle Wurscht. Aus gutem Grund werden bei kulinarischen Spitzenprodukten und mittlerweile auch immer häufiger in der Spitzengastronomie Naturdärme verwendet.

Warum Naturdarm? Naturdärme werden bereits seit ca. 3000 v. Chr. für die Wurstherstellung verwendet. Auch wenn mittlerweile, gerade in der industriellen Produktion, oft Kunstdärme zum Einsatz kommen, so werden auch weiterhin Naturdärme verwendet. Der Marktanteil von Naturdärmen liegt derzeit bei ca. 50%. Gerade bei Spitzenprodukten bevorzugen viele Wursthersteller nach wie vor den Naturdarm. Auch wir haben schon immer Naturdärme für unsere Ahle Wurscht verwendet, mittlerweile seit über 40 Jahren. Der Naturdarm unterstützt den natürlichen Reifungsprozess der Wurst. In einem Naturdarm kann die Wurst „atmen“.

Wir räuchern unsere Ahle Wurscht über Buchenholzrauch. Auch bei der Räucherung spielt der Naturdarm eine wichtige Rolle. Er hilft der Wurst das feine Raucharoma aufzunehmen und so den charakteristischen Geschmack zu entwickeln.

Auch heute lassen sich selbst mit modernsten die Eigenschaften eines Naturdarms nur ansatzweise reproduzieren. Wie so oft ist die Natur der menschlichen Technik überlegen. Hygienisch sind Naturdärme absolut unbedenklich. Durch aufwendige Reinigungserfahren sind die Därme hygienisch sauber, geruchslos und absolut sicher.

Mit unserer Wurstfüllmaschine werden dann die Därme gefüllt. Das geschieht immer noch in Handarbeit, ist aber durch den Einsatz der Wurstfüllmaschine deutlich effizienter als in früheren Tagen. Nach und nach füllt sich die Arbeitsplatte mit den frischen Würsten, die im nächsten Arbeitsschritt über Buchenholzrauch veredelt werden.

Unsere Ahle Wurscht ist nun fast fertig. Was jetzt noch nötig ist, um sie zu einem besonderen Leckerbissen zu machen, erfahren Sie in unserem nächsten Blogartikel.

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